Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Therapie bei Zwangserkrankungen. Anbei erhalten Sie eine kurze Erläuterung dazu.

Was ist eine Zwangserkrankung?

Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch wiederkehrende Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.

Bei den Zwangsgedanken handelt es sich um immer wiederkehrende Gedanken, Ideen, Impulse oder Vorstellungen, mit denen sich der Betroffene immer beschäftigen muss. In der Regel sind diese Gedanken sehr quälend und die Betroffenen versuchen sich erfolglos dagegen zu wehren. Die Zwangsgedanken werden als unsinnig erkannt, aber zur eigenen Person gehörend nicht fremdgesteuert.

Zwangshandlungen sind immer wieder kehrende Rituale, die immer gleich ausgeführt werden müssen. Diese Handlung wird von den betroffenen Personen meist als Erleichterung angesehen, da durch ihr Ritual Schlimmeres verhindert wird. Oft steckt der Gedanke dahinter, dass man beispielsweise einen guten Tag hat, wenn man sich dreimal hintereinander die Schuhe zubindet. Am bekanntesten ist der Waschzwang. Hierbei waschen sich die Betroffenen ständig mit immer gleichem Ablauf die Hände. Es kann aber auch ein Duschzwang sein. Manche Menschen können nichts anpacken. Dabei spielt die Angst eine große Rolle. Angst davor, dass etwas passieren könnte, wenn sie dieses Ritual nicht durchführen. Zwar wissen die Betroffenen von der „Unsinnigkeit“ ihrer Handlung, aber sollten sie gegen diese zwanghafte Handlung angehen, verstärkt sich die Angst deutlich und wird so groß, dass automatisch wieder das Ritual durchgeführt wird.

Es gibt auch die Kombination aus Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. In diesem Fall treten erst die Gedanken auf. Um diese Gedanken abzumildern, werden die Zwangshandlungen durchgeführt.

Neben den Zwangsgedanken und Zwangshandlungen kommt es bei den Betroffenen oft zu Ängsten. Angst, weil man nicht weiß, woher das Ganze kommt. Angst, weil man nicht weiß, was man dagegen machen kann. Angst, weil man sich nicht wehren kann. Das kann bis zur Todesangst führen oder aus Verzweiflung auch zu Suizidgedanken. Dazu kommt häufig das Unverständnis der Mitmenschen. Sprüche wie „Lass‘ es doch einfach sein.“ sind gut gemeint, helfen aber nicht. Dies erzeugt einer sehr große Drucksituation für die Betroffenen, welche wiederum zu Unruhezuständen, Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit führt. Was harmlos beginnt, bringt immer mehr Einschränkungen im Leben mit sich. Dies führt zur Arbeitsunfähigkeit und oft auch dazu, dass sie ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können.

Bei Zwangserkrankungen bietet sich eine Hypnoanalyse in Kombination mit Entspannung an. Grundsätzlich habe ich in diesem Bereich sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Manuela Schorn, Bergstr. 220, 51519 Odenthal Blecher, Tel.: 02174 – 7380753 http://www.schorn-hypnose.de m.schorn@schorn-hypnose.de